Phantom ist die geisteswissenschaftliche Bezeichnung für die Formgestalt des Menschen, d.h. für den eigentlichen physischen Leib, genauer gesagt für das geistige Urbild seines individuellen physischen Leibes.
Der Phantomleib ist ein unsichtbarer, nur geistig wahrnehmbarer Kraftleib,
der aber den Gesetzen des Physischen gehorcht.
Er ist nicht zu verwechseln mit dem stofflichen, materiellen Leib des Menschen.
Gerade dort, wo die Stoffe sind, ist er nicht zu finden, denn alles Stoffliche erscheint als Hohlraum im Geistigen, der vom Geist,
der in der Unendlichkeit wurzelt, nicht erfüllt, wohl aber umhüllt wird.
Der Phantomleib kann daher gleichsam als komplementäre umhüllende geistige Formgestalt des sinnlich wahrnehmbaren Stoffleibes aufgefasst werden.
Er gleicht einer übersinnlichen Gußform, die von außen bis an die Grenzen des stofflichen Körpers heranreicht, und dieser stoffliche Körper ist eigentlich ein Hohlraum in der übersinnlichen physischen Form.
Nach dem Tod verbleibt die geistige Formgestalt des Menschen zunächst in der Erdensphäre.